C-Zange (Punktschweißzange)

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Definition und Aufbau

Die C-Zange verdankt ihren Namen dem markanten, C-förmigen Grundkörper (Bügel). Im Gegensatz zur schwenkenden X-Zange arbeitet die C-Zange mit einer linearen Zustellbewegung. Das bedeutet, dass die Schweißelektrode in einer geraden Linie auf das Werkstück zufährt.

Funktionsweise

Bei dieser Bauweise ist eine Elektrode fest am unteren Teil des C-Bügels montiert, während die gegenüberliegende Elektrode durch einen Hubzylinder (pneumatisch oder servoelektrisch) linear bewegt wird. Dies sorgt für eine extrem hohe Wiederholgenauigkeit und eine gleichmäßige Kraftverteilung auf den Schweißpunkt.

Vorteile der C-Bauweise:

  • Keine Elektrodenwanderung: Da die Bewegung linear ist, rutschen die Elektroden beim Aufsetzen nicht seitlich weg.
  • Hohe Schweißkräfte: Der steife C-Bügel ermöglicht sehr hohe Anpresskräfte, was besonders beim Buckelschweißen wichtig ist.
  • Kompaktheit: Durch die schmale Bauform eignet sie sich hervorragend für eng beieinanderliegende Schweißpunkte.
  • Ideal für Automation: Aufgrund der einfachen linearen Ansteuerung ist sie die bevorzugte Zange für Schweißroboter.

Anwendungsbeispiele: Wann ist die C-Zange die beste Wahl?

Die C-Zange wird bevorzugt eingesetzt, wenn Präzision und Zugänglichkeit in engen Räumen gefragt sind:

  1. Automatisierte Schweißzellen: Standardwerkzeug für Roboteranwendungen in der Serienfertigung.
  2. Verarbeitung von dicken Blechen: Überall dort, wo hohe Kräfte ohne Verbiegen der Zangenarme aufgebracht werden müssen.
  3. Schweißungen mit geringem Platzangebot: Wenn Hindernisse das Aufschwenken einer X-Zange verhindern würden.
  4. Präzisions-Buckelschweißen: Durch die lineare Führung werden Markierungen auf der Werkstückoberfläche minimiert.
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