« Back to Glossary Index
Definition und Bauform
Kompaktzangen sind spezialisierte Widerstandsschweißwerkzeuge für kleine bis mittelgroße Bauteile. Sie zeichnen sich durch eine extrem platzsparende Bauweise und ein geringes Eigengewicht aus. Oft werden sie in Tischpunktmaschinen integriert oder als handgeführte Zangen für filigrane Arbeiten in der Elektronik- und Blechfertigung eingesetzt.
Besonderheiten der Kleinteilschweißtechnik
Im Gegensatz zu großen Industrie-Zangen arbeiten Kompaktzangen mit deutlich geringeren Elektrodenkräften. Dies erfordert eine besonders präzise Lagerung und Führung, um Markierungen auf den Werkstücken zu vermeiden.
- Präzisionsführung: Meist kugelgelagerte Linearführungen für reibungsfreies Aufsetzen.
- Feineinstellung: Die Anpresskraft lässt sich oft im Gramm- oder niedrigen Kilogrammbereich exakt justieren.
- Kurze Wege: Minimale Hubwege ermöglichen extrem hohe Taktfrequenzen.
Vorteile der Kompaktbauweise:
- Platzersparnis: Ideal für die Integration in automatisierte Rundschalttische oder enge Sondermaschinen.
- Einfaches Handling: Ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten bei manuellen Prozessen.
- Hohe Dynamik: Durch die geringe bewegte Masse sind sehr schnelle Schweißzyklen möglich.
Anwendungsbeispiele: Wo sind Kompaktzangen die beste Wahl?
- Elektronikfertigung: Verschweißen von Batteriekontakten, Steckverbindern oder Relaisbauteilen.
- Feingerätebau: Herstellung von medizinischen Instrumenten oder feinmechanischen Komponenten.
- Drahtverarbeitung: Punktgenaues Verschweißen von dünnen Drähten oder filigranen Drahtgittern.
- Filtertechnik: Fertigung von kleinen Filtergehäusen oder Sieben aus Edelstahlblechen.