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Definition und Aufbau
Alles über die Sechskant-Schweißmutter DIN 929. Warum die 3 Schweißbuckel und der Zentrierring entscheidend für eine feste Verbindung im Blechbau sind.
Ihr charakteristisches Design umfasst zwei entscheidende Merkmale:
- Drei Schweißbuckel: An der Unterseite befinden sich drei gleichmäßig versetzte Erhöhungen. Diese dienen als definierte Kontaktpunkte, an denen sich der Schweißstrom konzentriert und das Material kontrolliert aufschmilzt.
- Zentrieransatz (Ring): Ein kleiner ringförmiger Vorsprung um das Gewinde herum sorgt für die exakte Positionierung in der Bohrung des Blechs und schützt das Gewinde vor Schweißspritzern.
Der Schweißprozess
Die Mutter wird mit dem Zentrieransatz in ein vorgefertigtes Loch im Blech gesetzt. Zwischen zwei planen Elektroden (meist aus einer harten Kupferlegierung wie CuCrZr) wird die Mutter mit hoher Kraft verpresst. Beim Fließen des Schweißstroms schmelzen die drei Buckel simultan ab und verbinden sich stoffschlüssig mit dem Grundblech.
Vorteile der DIN 929:
- Hohe Verdrehsicherheit: Durch die drei Schweißpunkte hält die Mutter extrem hohen Anzugsdrehmomenten stand.
- Prozesssicherheit: Die drei Punkte garantieren eine statisch bestimmte Auflage (kein Kippeln), was eine gleichmäßige Qualität sichert.
- Automatisierbar: Dank ihrer Form lassen sich DIN 929 Muttern hervorragend über automatische Zuführsysteme (Schwingförderer) in Schweißanlagen einspeisen.
Anwendungsbeispiele:
- Automobilbau: Befestigungspunkte für Sitze, Sicherheitsgurte oder Anbauteile an der Karosserie.
- Maschinengehäuse: Anbringung von stabilen Verschraubungspunkten an dünnwandigen Blechverkleidungen.
- Landmaschinentechnik: Überall dort, wo Vibrationen herrschen und eine einfache Mutter sich lösen könnte.