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Definition und Bedeutung
Die Schweißprozessüberwachung umfasst alle Systeme und Sensoren, die während des Schweißvorgangs die relevanten physikalischen Parameter in Echtzeit erfassen, analysieren und dokumentieren. Da Widerstandsschweißverbindungen oft sicherheitskritisch sind und sich nach der Schweißung nicht zerstörungsfrei „ansehen“ lassen, dient die Überwachung als Ersatz für die Prüfung.
Die überwachten Kernparameter:
Um eine konstante Qualität der Schweißlinse zu garantieren, messen moderne Systeme (wie z. B. von TECNA) folgende Werte:
- Schweißstrom (I): Überwachung auf Stromausfälle oder Schwankungen (wichtig bei der Stepper-Funktion).
- Schweißspannung (U): Erlaubt in Kombination mit dem Strom Rückschlüsse auf den Widerstand im Schweißpunkt.
- Elektrodenkraft (F): Sensoren prüfen, ob der notwendige Druck vor und während des Stromflusses erreicht wurde.
- Einsinkweg: Misst, wie tief die Elektrode in das Material einsinkt – ein direkter Indikator für die Größe der entstandenen Schweißlinse.
Vorteile der automatisierten Überwachung:
- Null-Fehler-Strategie: Jedes Bauteil wird einzeln geprüft. Bei Abweichungen stoppt die Anlage sofort (IO/NIO-Bewertung).
- Verschleißerkennung: Das System bemerkt schleichende Veränderungen, z. B. durch abgenutzte Elektrodenkappen, bevor Ausschuss entsteht.
- Lückenlose Dokumentation: Für zertifizierte Betriebe (z. B. nach ISO 9001 oder im Fahrzeugbau) werden alle Schweißdaten gespeichert und sind jederzeit rückverfolgbar.
Praxis-Tipp: Nachrüstung
Moderne Überwachungseinheiten können oft an bestehenden Maschinen nachgerüstet werden. Sensoren wie Rogowski-Spulen (für den Strom) oder Kraftmessdosen ermöglichen es, auch ältere Anlagen fit für moderne Qualitätsstandards zu machen.
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