Schweißzeit (Weld Time)

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Definition und Bedeutung

Die Schweißzeit definiert die Dauer, in welcher der Schweißstrom tatsächlich durch die Werkstücke fließt. Zusammen mit der Stromstärke bestimmt sie die eingebrachte Energie (Q = I² * R * t), die für das Aufschmelzen des Materials und die Bildung der Schweißlinse verantwortlich ist.

Zeiteinheiten in der Schweißtechnik

Je nach eingesetzter Maschinentechnik wird die Zeit in unterschiedlichen Einheiten angegeben:

  1. Wechselstromtechnik (50 Hz Technik): Traditionell wird die Schweißzeit hier in Perioden (Per.) angegeben. Eine Periode entspricht einer vollen Schwingung der Netzfrequenz.
    • 1 Sekunde = 50 Perioden
    • 1 Periode = 20 ms (Millisekunden)
  2. Invertertechnik (Mittelfrequenz 1.000 Hz): Moderne Inverter arbeiten mit einer deutlich höheren Frequenz. Hier erfolgt die Programmierung meist direkt in Millisekunden (ms).
    • 1 Sekunde = 1.000 ms
    • Durch die feine Taktung in Millisekunden lässt sich der Energieeintrag wesentlich präziser steuern als in der 50-Hz-Technik.

Einfluss der Schweißzeit auf das Ergebnis:

  • Zu kurze Schweißzeit: Die Energie reicht nicht aus, um eine ausreichend große Schweißlinse zu bilden (Gefahr von „Klebungen“).
  • Zu lange Schweißzeit: Es kommt zur Überhitzung. Die Folge sind tiefe Elektrodeneindrücke, starkes Spritzen und eine Gefügeveränderung, die das Material spröde macht.

Praxis-Tipp: Die Faustformel

In der Praxis wird oft versucht, mit höheren Strömen und kürzeren Schweißzeiten zu arbeiten („Harte Schweißung“). Dies schont die Elektrodenoberfläche und minimiert die Wärmeeinflusszone im Bauteil.

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