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Definition und technische Grundlagen
Die klassische Widerstandsschweißtechnik nutzt Wechselstrom (AC = Alternating Current) direkt aus dem öffentlichen Versorgungsnetz. In Europa wird dieser mit einer Frequenz von 50 Hz betrieben, was bedeutet, dass der Strom 50-mal pro Sekunde seine Richtung ändert (Sinuskurve).
Ein leistungsstarker Schweißtransformator wandelt dabei die hohe Netzspannung bei geringer Stromstärke in die für das Schweißen benötigte niedrige Spannung bei extrem hoher Stromstärke (kiloAmpere) um.
Besonderheiten der 50 Hz-Technik:
- Periodensystem: Die Schweißzeit wird bei dieser Technik traditionell in Perioden (Per.) gemessen. Eine Periode bei 50 Hz dauert exakt 20 ms.
- Induktive Verluste: Da der Strom ständig die Richtung wechselt, entstehen in den Schweißarmen (dem „Fenster“ der Maschine) magnetische Felder. Große metallische Bauteile im Arm der Maschine können den Stromfluss durch Induktion dämpfen, was bei der Programmierung berücksichtigt werden muss.
- Wärmeeintrag: Die Erwärmung erfolgt pulsierend im Takt der Netzfrequenz, was bei Standard-Stahlanwendungen völlig unproblematisch ist.
Vorteile der AC-Technik:
- Robustheit: Die Transformatoren sind technisch einfach aufgebaut, extrem langlebig und wartungsarm.
- Kosteneffizienz: In der Anschaffung sind AC-Maschinen deutlich günstiger als moderne Mittelfrequenz-Inverter.
- Bewährte Technologie: Für Standardanwendungen im Karosseriebau oder der Schlosserei bietet sie seit Jahrzehnten zuverlässige Ergebnisse.
Praxis-Tipp: Schweißsteuerung
Bei der 50 Hz-Technik ist eine präzise Schweißsteuerung (Phasenanschnittsteuerung) essenziell. Sie bestimmt, an welchem Punkt der Sinuskurve der Strom „eingeschaltet“ wird, um die Energie exakt zu dosieren.
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