WIG-Schweißen (TIG Welding)

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Definition und Verfahrensprinzip

Das WIG-Schweißen ist ein Schutzgasschweißverfahren, das zur Gruppe der Schmelzschweißverfahren gehört. Die Abkürzung steht für Wolfram-Inertgas-Schweißen (international oft als TIGTungsten Inert Gas bezeichnet).

Das Besondere an diesem Verfahren ist, dass der Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück brennt. Da die Elektrode selbst nicht schmilzt, dient sie lediglich als Energiequelle. Falls ein Zusatzwerkstoff benötigt wird, wird dieser manuell oder über eine kalte Drahtzuführung in den Lichtbogen gehalten.

Die Rolle des Schutzgases

Ein inertes Schutzgas (meist Argon oder Helium) umströmt die Elektrode und das Schweißbad. „Inert“ bedeutet, dass das Gas keine chemische Reaktion mit der Schmelze eingeht. Es erfüllt zwei Hauptaufgaben:

  1. Oxidationsschutz: Es verdrängt den Luftsauerstoff und verhindert so, dass das glühende Metall oxidiert (verbrennt).
  2. Lichtbogenstabilität: Das Gas ionisiert im Lichtbogen und ermöglicht so einen extrem stabilen und konzentrierten Energiefluss.

Vorteile des WIG-Verfahrens:

  • Höchste Qualität: Es entstehen sehr saubere, optisch ansprechende Schweißnähte ohne Spritzer.
  • Präzision: Da Stromzufuhr und Zusatzwerkstoff getrennt gesteuert werden, lassen sich auch feinste Bauteile exakt fügen.
  • Vielseitigkeit: Nahezu alle verschweißbaren Metalle können mit WIG verbunden werden – besonders Edelstahl, Aluminium und Sonderlegierungen.
  • Keine Schlacke: Da kein Flussmittel verwendet wird, entfällt die aufwendige Schlackeentfernung.

Anwendungsgebiete:

  • Rohrleitungsbau: Besonders im Lebensmittel- und Pharmabereich (Edelstahl).
  • Luft- und Raumfahrt: Aufgrund der extrem hohen Sicherheitsanforderungen an die Nähte.
  • Kunsthandwerk: Wegen der sauberen Optik der Schweißnähte.
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