Wolfram Elektroden

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Definition und Materialkombination

Wolfram-Elektroden für das Widerstandsschweißen sind in der Regel Hybrid-Elektroden. Sie bestehen aus einem Schaft aus einer hochleitfähigen Kupferlegierung und einem fest eingelöteten oder eingepressten Einsatz aus reinem Wolfram oder Wolfram-Kupfer-Verbundwerkstoffen an der Kontaktfläche.

Warum Wolfram für NE-Metalle?

Beim Verschweißen von Nichteisenmetallen (NE-Metallen) wie Kupfer, Messing oder Bronze gibt es eine physikalische Herausforderung: Die Werkstücke leiten den Strom so gut, dass an der Kontaktstelle kaum Wärme entsteht. Zudem neigen Kupferbleche dazu, mit reinen Kupferelektroden zu „verkleben“.

  • Hoher Schmelzpunkt: Wolfram schmilzt erst bei ca. 3.422°C. Es bleibt also stabil, wenn die Schweißstelle extrem heiß wird.
  • Wärmestau: Wolfram hat eine geringere elektrische Leitfähigkeit als Kupfer. Dadurch konzentriert sich die Hitze direkt an der Kontaktstelle zum Werkstück, was das Aufschmelzen von hochleitfähigen Materialien überhaupt erst ermöglicht.
  • Anti-Klebe-Effekt: Wolfram geht keine Legierung mit dem Werkstück (z.B. Kupferblech) ein, was die Standzeit massiv erhöht.

Einsatzbereiche:

  • Messingverbindungen: Verschweißen von Steckkontakten oder Drähten.
  • Kupferanwendungen: Herstellung von Wicklungen in der Elektromotorenfertigung.
  • Litzenschweißen: Kompaktieren und Verbinden von flexiblen Kupferlitzen.

Pflegehinweis:

Da Wolfram spröde ist, reagiert es empfindlich auf Schlagbelastungen. Die Elektrodenkraft sollte daher gleichmäßig und ohne harten Aufschlag aufgebracht werden, um Risse im Wolfram-Einsatz zu vermeiden.

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